Grammostola rosea PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Markus Salenga   
Samstag, den 27. Februar 2010 um 11:30 Uhr

Grammostola rosea

 

Grammostola rosea ist eine Vogelspinne aus Chile, was ihr deutscher Name "Rote Chile-Vogelspinne" schon verrät. Diese Art war früher unter dem Namen Grammostola cala und G. spatulata bekannt und wird teilweise auch noch heutzutage unter diesen Namen im Handel ausgewiesen. Mit G. cala wurde im Zoohandel die rötliche Färbung dieser Art und mit G. spatulata die bräunliche bezeichnet.

Die Tiere erreichen 5 bis 6 cm Körperlänge. Die Färbung kann von leuchtendem Rot bis zu dunkelbraun variieren. Das Kopf-Brust-Stück, das Prosoma, oder - weniger genau - der Cephalothorax, ist von einem chitinösen Rückenschild, dem Carapax, geschützt, der vor allem bei erwachsenen Männchen leuchtend rötlich gefärbt ist. Die gesamte Behaarung ist kurz. Auf den Beinen sind bei dunkleren Exemplaren deutlich zwei Linien erkennbar. Bei den Jungtieren sind die Beine blass-rosa gefärbt. Der Hinterleib ist dunkelbraun. Mit jeder Häutung werden die Beine dunkler. Auf dem Abdomen sind Brennhaare vorhanden. Sie werden bei jeder Häutung erneuert.

Diese Art ist für ihre Gutmütigkeit bekannt, aber auch hier gibt es Ausnahmen.

Gerne wird diese Spinne als sog. "Anfängerspinne" bezeichnet, was darauf zurückzuführen ist, dass sie relativ robust und friedlich ist. Anfänger, die diese Spinne halten, sollten allerdings ein gewisses Pensum an Geduld aufbringen, da das Tier langsam wächst und damit zu rechnen ist, dass sie auch mal längere Fresspausen (unter Umständen bis zu 1 Jahr, was allerdings nicht unbedingt für gute Haltungsbedingungen spricht) einlegt. In diesem Fall muss man einfach abwarten, gegebenen Falls sollte man nochmal einen Profi fragen, ob die Haltungsbedingungen stimmen.

Untergebracht werden kann das Tier in einem 20×20×30 cm (Höhe × Tiefe × Breite) großen Terrarium, besser geeignet sind aber 30×30×30 cm. Das Terrarium wird unten, 5-10 cm, mit Erde befüllt. Geeignet ist ein Erde-Kokosfaser-Gemisch (ca. 1:1), Terrarienerde, ungedüngte Blumenerde oder Walderde, durch die gleichzeitig Organismen eingebracht werden, die das Terrarium von Futterresten sauber halten. Nur eine Stelle im Terrarium sollte etwas feucht gehalten werden, der Rest bleibt trocken. Ein Stück Kork dient als Unterschlupf, welcher von erwachsenen Tieren sehr gut angenommen wird. Die Jungtiere graben sich in der Regel einen Gang in den Boden, dabei wird das Korkstück größtenteils als Eingang benutzt. Die Grabtätigkeit lässt mit dem Alter nach. Erwachsene Tiere graben selten. Ein Trinknapf sollte vorhanden sein.

Gefüttert werden kann mit Heimchen, Grillen, Heuschrecken, ab einer bestimmten Größe auch mit nestjungen Mäusen. Die Art ist dafür bekannt, dass sie auch längere Fresspausen, welche bis zu einem Jahr dauern können, einlegt. In solch einem Fall gräbt sich die Spinne meistens in den Boden ein und sollte nicht gestört werden. Dies soll aber nicht dazu verleiten, sie hungern zu lassen.

 

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